Trauer am Arbeitsplatz

Trauer ist ein natürlicher Bestandteil des menschlichen Lebens und macht auch vor dem Arbeitsplatz nicht halt. Menschen verbringen einen großen Teil ihres Lebens in Unternehmen und Einrichtungen. Deshalb werden persönliche Krisen, Verluste und einschneidende Lebensereignisse zwangsläufig auch in die Arbeitswelt hineingetragen.

Das Seminar „Trauer am Arbeitsplatz“, das ich in enger Kooperation mit dem Hospiz Bedburg Bergheim Elsdorf e.V. durchführe, richtet sich an Führungskräfte in Unternehmen und Organisationen.

Warum Führungskräfte vorbereitet sein sollten

Ein Trauerfall ist eine existenzielle Krise im Leben eines Menschen. Gerade in Krisenzeiten zeigt sich, ob Führungskräfte ihren Aufgaben gewachsen sind. Ihr Verhalten im Krisenfall wird von den Mitarbeitenden sehr wachsam beobachtet. Trauernde Menschen benötigen in der Trauer vor allem Orientierung und Verlässlichkeit. Hierbei spielen Führungskräfte im Unternehmen oftmals eine entscheidende Rolle.

Führungskräfte sind häufig die ersten Ansprechpersonen, wenn Mitarbeitende mit einem Verlust konfrontiert sind. Gleichzeitig fühlen sich viele Führungskräfte unsicher: Sie möchten nichts Falsches sagen, wissen nicht, wie sie angemessen reagieren sollen oder befürchten, zu stark in die persönliche Situation eines Mitarbeitenden einzudringen.

Eine Vorbereitung hilft, diese Unsicherheit zu reduzieren. Führungskräfte müssen keine Trauerfachkräfte sein. Ihre Aufgabe besteht nicht darin, Trauer zu beenden oder persönliche Verluste zu lösen. Sie können jedoch durch ihre Haltung und ihr Verhalten entscheidend dazu beitragen, dass Mitarbeitende sich gesehen, respektiert und unterstützt fühlen.